Liebe Blogleser und Blogleserinnen,

Die junge Generation von heute wird gerne mit Worten wie „ehrgeizig“, „selbstbewusst“ oder auch „verwöhnt“ beschrieben. Dabei halten sie sich wohl meistens für einen riesen Gewinn für die Wirtschaft- so voller innovativer Ideen und tollen Fähigkeiten. Von Tuten und Blasen haben sie in ihren jungen Jahren aber dann wohl doch noch keine Ahnung, wie denn auch, wenn man sich täglich hinter Smartphones und Tablets verbarrikadiert.

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Früher war das alles anders.

Da hatten die Jungen noch Respekt und haben das, was man ihnen auf ihren Weg mitgegeben hat, ohne weiteres Gequengel und Hinterfragen angenommen. Aber Ihr lieben Unternehmer, macht euch bitte eines klar: auch wenn die jungen Berufseinsteiger oft als aufgeblasene und egozentrische Jugendliche dargestellt werden – Das Unternehmertum braucht gut qualifizierte Nachwuchskräfte!

Heute möchte ich, Kim-Aileen, Studentin bei der KMU, ein wenig aus meiner Sicht erzählen, woher diese Vorurteile rühren könnten und auf was man sich als Unternehmen einstellen sollte, wenn man die Potenziale unserer Generation optimal nutzen möchte:

 

Ich habe das selbst in meiner Schulzeit erlebt: Auf dem Gymnasium wird gnadenlos ausgesiebt. Wer den Ansprüchen des Systems nicht genügt, muss eben gehen. Den Übrigen wird dann ins Gewissen geredet, sie müssen sich umso mehr bemühen und am besten schon mit 15, 16 Jahren ganz genau wissen, was sie später mal werden wollen. Eine frühzeitige Orientierung im Leben ist ja schließlich das A und O. Wir sind „die Elite, die die Wirtschaft leiten soll“, da kann man wohl etwas Fleiß und Zielstrebigkeit erwarten, sonst geht ja noch alles den Bach runter wegen uns.

Tja, und da steht man nun, mit seinem Abi in der Tasche und einem breiten Wissen über mathematische Ableitungen und sonstige besonders wichtige Erkenntnisse, und fragt sich, wie es weitergeht. Ein Studium soll da meistens ja eine ganz gute Sache sein – Ohne kommt man heutzutage ja wohl auch kaum in die führenden Positionen der großen Konzerne.

Hat man sich dann also – sagen wir mal 3 bis 4 weitere Jahre, wenns gut läuft- durchgerackert, ist man endlich bereit für die große weite Welt. Nach etwa 16 Jahren schulischer Bildung und zahlreichen, super klug klingenden, wissenschaftlichen Ausarbeitungen, sprudelt man nur so vor Enthusiasmus und Selbstvertrauen, endlich die Welt verändern zu können.

 

Von unseren Eltern haben wir gelernt: Du kannst alles schaffen, was du willst.

Und genau das haben wir auch vor! Immense Gehaltsvorstellungen und den Optimismus, die größten Projekte mit 0 Berufserfahrung gleich alleine zu stemmen, rühren oft daher, dass den jungen Menschen vom Elternhaus ein enormes Selbstbewusstsein mit auf den Weg gegeben wird und man der Meinung ist, die schrecklich lange und beschwerliche Schulausbildung müsse sich ja jetzt endlich auszahlen!

 

Auf was kommt es der jungen Generation bei ihrer Jobsuche an?

Laut einer Studie des Sinus-Institituts im Auftrag der Industrie- und Handelskammer in Baden-Württemberg, sind sich circa 70% der Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren sicher, dass ihre beruflichen Wünsche in Erfüllung gehen. Wichtige Faktoren für einen gelungenen Arbeitsplatz sind dabei laut Sinus-Institut unter anderem: Der Spaß an der Arbeit, abwechslungsreiche Aufgaben, die den persönlichen Fähigkeiten entsprechen, Selbstverwirklichung, ein gutes Einkommen, die Vereinbarkeit mit dem Privatleben und ein positives Arbeitsklima.

Bei der Arbeitsplatzwahl wird vor allem die Homepage als erster Anhaltspunkt um sich über das Unternehmen schlau zu machen, angesteuert. Wer hier eine eigene Seite mit vielen Informationen und sympathischen Bildern vom Team vorzeigen kann, punktet schon mal richtig. Für Praktika sind die meisten gerne bereit, wir wollen ja schließlich auch erst unser mögliches Arbeitsumfeld kennenlernen.

 

Die Potenziale erkennen und nutzen

Natürlich muss man sich als Unternehmer längst nicht alles gefallen lassen, wer von realitätsfernen Gehaltsvorstellungen und Verantwortungsbereichen partout nicht absehen will, muss vielleicht auch erst auf die Nase fliegen um zu verstehen, dass sich die Welt nicht um einen selbst dreht. Aber wie wäre es damit, die ganze Sache von der positiven Seite zu betrachten? Wir wollen arbeiten, wir wollen denken, um unser Unternehmen, und auch uns selbst stetig zu verbessern. Wir wollen eine zinnstiftende Arbeit – Wir wollen Veränderung!

Dieses Selbstvertrauen und der unbändige Ehrgeiz, etwas Sinnvolles  für die Gesellschaft zu leisten muss nur richtig genutzt werden. Ihr würdet staunen, wenn ihr seht, was manche klugen Köpfe alles zu bieten haben, wenn man sie nur lässt. Dass man mit seinem jugendlichen Eifer und der Unerfahrenheit gerne mal übers Ziel hinaus schießt, ist klar. Aber unsere Wirtschaft funktioniert nur mit Veränderung und wir sind gerne bereit, diese zu bewirken.

Liebe Unternehmer, bitte lasst uns nicht bei stupiden Aufgaben wie Kundenlisten aktualisieren, Excel Tabellen führen oder der Ablage versauern! Sicher ist uns bewusst, dass dies genauso zum Arbeitsalltag gehört, aber ab und an brauchen wir Aufgaben, die uns an unsere Grenzen bringen und ihr werdet sehen, wir sind gerne bereit, uns weiter zu entwickeln und das Beste herauszuholen! Eines ist sicher: mit den Berufseinsteigern von heute bekommt man keine fleißigen Arbeitsbienchen, die bereitwillig jede Aufgabe ausführen die man ihnen aufgibt, mag sie auch noch so fragwürdig erscheinen.

 

Unser Fazit:

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, woher kommt denn diese Angst vor Veränderung, die viele Unternehmen begleitet? Nur weil man etwas immer so gemacht hat, heißt es nicht gleich, dass es auch in der Zukunft so sinnvoll ist. Wir wollen niemanden belehren, wir halten uns nicht für besser oder klüger als unsere Chefs, wir hinterfragen nur alles logisch und wünschen uns, gehört zu werden. Eine Meinung oder Idee von jemandem, der noch nicht in Schubladen und alt eingefahrenen Denkmustern handelt, kann oft ein ganz neues Licht auf manche Dinge werfen und tolle Projekte und Verbesserungen hervorrufen. Denn schließlich leben wir in einem Zeitalter des Wandels und wer nicht mit der Zeit geht – der geht.

Somit: Sei wer du bist, sei erfolgreich und gestalte dein Leben immer noch etwas besser.

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Kim Hofmann

 

 

 

Die nächsten öffentlichen Auftritte von Katja Hofmann:

24.04.15 Aschaffenburg – Seminar: sinnstiftendes Marketing IHK Aschaffenburg

Weitere Vortragstermine

Weitere Informationen: KMU- Konzepte mit Unternehmenserfolg, Katja Hofmann Marketingexpertin aus Stuttgart. Sie schreibt Bücher, entwickelt Seminare und ist gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung. Der SWR bezeichnet sie als Expertin für sinnstiftendes Marketing. Die KMU-Hofmann ist der einzige auf Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) spezialisierter Mittelstandsbetrieb in Deutschland, der mit dem Siegel “Top Consultant” 2014/15 ausgezeichnet wurde.

info@kmu-hofmann.de| www.kmu-hofmann.de | Kontaktformular

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Foto: Pixabay man-540500_1280.jpg

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