Liest du regelmäßig Zeitung? Täglich überfluten uns in den Nachrichten negative Berichte von Krieg, Hass, Egoismus, Ausbeutung, und, und, und.

Schaut man sich das so an, muss man wohl davon ausgehen, dass wir Menschen uns früher oder später selbst auslöschen.

Doch einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es: Immer wieder begegnen uns auch Nachrichten, die zeigen, dass wir Menschen uns in manchen Beziehungen durchaus zum Positiven ändern. Alte Trends verlieren langsam an Bedeutung und die Wirtschaft befindet sich im Wandel.

Die Gesellschaft verändert sich – was früher mal In war, will heute keiner mehr

Wir möchten euch heute von 3 Wirtschaftsgiganten berichten, die diesen Wandel schmerzlich zu spüren bekommen:

 

„Schließen wir Leute aus? Absolut!“

Wem der Name Mike Jeffries etwas sagt, der rollt schon die Augen wenn er ihn nur hört.

Dieser Mann, Chef von Abercrombie & Fitch, könnte wohl ganz lockerleicht einen Preis für den unsympathischsten Schnösel unserer Zeit gewinnen.

Jeffries betont immer wieder ganz klar, dass seine Klamotten bitte nur von „coolen All-American-Kids“ getragen werden sollen, also wohlhabende und gutaussehende junge Menschen mit perfekten Figuren.

Er gibt auch gerne zu, dass er damit eindeutig und ganz bewusst Menschen von seiner Marke ausschließen möchte. Deshalb gibt es Damenklamotten von Abercrombie auch nur bis Konfektionsgröße L.

Schon 2006 wusste man über das Konzept der Kultmarke Bescheid. Nur damals war sie noch so im Trend, dass sich keiner an Aussagen wie diesen störte.

Heute ist das anders: Abercrombie ist nicht mehr der strahlende Stern am Modehimmel, der Hype ist verebbt und Facebook und Co. machen es möglich, dass wahre Hasstiraden auf den Firmenchef einprasseln.

Unter anderem wurde die Kampagne #FitchTheHomeless ins Leben gerufen, in der Menschen ihre gebrauchten A&F Klamotten an Obdachlose verschenkt haben.

Angefangen hat die Aktion mit Greg Karber, dessen YouTube – Video innerhalb von 4 Tagen mehr als 3,5 Millionen Mal angeklickt wurde:

Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens: Der Aktienkurs sinkt seit Jahren relativ stetig und der Umsatz schrumpfte um rund 20% in einem Jahr.

Ende 2014 war es dann soweit: Jeffries gab, nachdem er bereits ein Jahr zuvor als Verwaltungsratschef zurückgetreten ist, seinen Rücktritt (wahrscheinlich eine elegante Bezeichnung für „Rauswurf“) bekannt.

Wir sind gespannt, ob die Marke sich von diesem Schlag jemals wieder ganz erholen wird!

 

Qualität und Frische sagen dem Fast Food den Kampf an

Die USA ist bekannt dafür, dass sich ihre Bürger nicht besonders für die Umweltbelastung und die gesundheitlichen Schäden, die billiges Fleisch in Massen mit sich bringen, interessiert.

Doch langsam ist ein Trend zu erkennen:

Zahlreiche Autoren und Filmregisseure haben es sich zur Aufgabe gemacht, die breite Bevölkerung über die Folgen ihrer Essgewohnheiten aufzuklären und auch die Politik befasst sich immer stärker mit dem Ernährungsproblem.

Die Food-Bewegung in den USA gewinnt immer mehr an Aufwind und zahlreiche Fastfood Ketten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, nicht nur schnelles, sondern auch gesundes Essen zu liefern, schießen aus der Erde.

Dem Fast Food-Giganten McDonalds macht diese Bewegung gehörig zu schaffen:

Sie verzeichnen einen Umsatzrückgang von 7% im Vergleich zum Vorjahr und der Konzernchef Don Thompson musste diesen Februar abtreten.

Grund dafür sind neue Fast Food Ketten wie Shake Shak. Die Burgerbraterei mit rund 60 Filialen rund um New York ist wohl der größte Gegenpart zu Mc Donalds. Mit einer Börsenbewertung von 2 Milliarden Dollar klingt das Konzept der neuen Kette sehr vielversprechend:

Shake Shak bietet schnelles traditionelles Essen mit guter Qualität, mehr Frische und 100% antibiotikafrei an.

Einen Haken hat das Ganze: Die gesunden Buletten sind mehr als doppelt so teuer wie ein herkömmlicher Burger bei Mc Donalds.

Angesprochen werden von dem neuen Burgerhaus, einer Erfindung von Stargastronom Danny Meyer, also vor allem die Mittel- und Oberschicht.

Mc Donalds und Co. nutzen dieses Problem aus: Sie richten ihr Marketing auf die ärmere Bevölkerung aus, afroamerikanische und hispanische Jugendliche, die es sich nicht leisten könnten, Kunde bei einer Filiale wie Shake Shak zu sein.

Wir freuen uns schon darauf, hoffentlich bald auch in Deutschland eine große Auswahl an gesundem UND schnellem Essen zu bekommen!

 

Wird den Menschen etwa langsam klar, dass Zucker ungesund ist?

Die negativen Schlagzeilen des Erfrischungsgetränke Herstellers Coca Cola häufen sich. Erst vor einiger Zeit gab es ein weiteres Gerücht in Indien: Angeblich war das Getränk mit Pestiziden verseuchtem Wasser angereichert. Der Anteil der Pestizide solle den Angaben nach den 3-fachen Grenzwert der EU Richtlinien betragen. Die Anschuldigungen wurden nie ganz bestätigt, einen Umsatzrückgang von 11% in Indien hat das Unternehmen aber dennoch erlitten.

Die wirtschaftliche Situation macht dem Unternehmen stark zu schaffen

2014 brach der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um ganze 17% ein!

Die Gründe dafür sind zahlreich: Ein starker Dollarkurs, schwankende Rohstoffpreise, der Trend zu gesunder Ernährung in Europa und Nordamerika, zahlreiche Skandale…

In Mexico bahnt sich schon das nächste Problem an

Bald soll eine Steuer auf Süßgetränke erhoben werden, um deren Genuss zu senken. 140 Liter an Softdrinks trinkt der Durchschnitts-Mexikaner wohl im Jahr. Kein Wunder, dass 70% der Mexikaner an Übergewicht leiden!

2015 wird Coca Cola auf Sparflamme gehen

Rund 20.000 Stellen weltweit sollen gestrichen werden. Des Weiteren soll die Produktpalette an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Dazu gehören zum Beispiel Produkte, wie die mit Stevia gesüßte Coca Cola Life, die Bio-Limonade Vio und sogar einer „fairlife“ Milch, die laktosefrei ist und 30% weniger Zucker als die herkömmliche Milch haben soll.

Der Vorstandschef scheint die Problematik erkannt zu haben. Laut Muhtar Kent sei es extrem wichtig, in einem sich schnell wandelnden Umfeld flexibel zu sein. Denn nichts bleibt, wie es einmal war.

Bald wird zu sehen sein, ob Stevia, Bio und Supermilch den gewünschten Erfolg bringen.

 

Unser Fazit:

Es lässt sich ganz offensichtlich feststellen, dass sich der Trend zu einem bewussten Lifestyle langsam gravierend auf die Wirtschaft auswirkt. Ungesunde Ernährung, soziale Ausbeutung und Ausgrenzung werden nicht länger so toleriert, wie es früher der Fall war. Natürlich beeinflusst in erster Linie immer noch der Preis und der Stellenwert eines Produktes unsere Kaufentscheidung – Wir werden nicht plötzlich anfangen nur noch Öko-Klamotten zu tragen, weil die normalen aus den Filialen mit Blut gewaschen sind und unsere Umwelt negativ beeinflussen. Aber der Schrei nach Nachhaltigkeit wird immer größer und das Bewusstsein für die Folgen unseres Handeln weiter geschärft.

Wir freuen uns über diese Entwicklung und sind gespannt, was sie in den kommenden Jahren noch mit sich bringen wird!

Somit: Sei wer du bist, sei erfolgreich und gestalte dein Leben immer noch etwas besser.

Euer KMU-Team

Katja Hofmann

 

 

0V8Y4777Die nächsten öffentlichen Auftritte von Katja Hofmann:

27.02.15 Hannover – Vortrag: didacta, Europas größte Fachmesse für Bildung, Messe Hannover

25.03.15 Stuttgart – Vortrag: Business Club Stuttgart, Schloss Solitude

24.04.15 Aschaffenburg – Seminar: sinnstiftendes Marketing IHK Aschaffenburg Weitere Vortragstermine

 

Weitere Informationen: KMU- Konzepte mit Unternehmenserfolg, Katja Hofmann Marketingexpertin aus Stuttgart. Sie schreibt Bücher, entwickelt Seminare und ist gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung. Der SWR bezeichnet sie als Expertin für sinnstiftendes Marketing. Die KMU-Hofmann ist der einzige auf Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) spezialisierter Mittelstandsbetrieb in Deutschland, der mit dem Siegel “Top Consultant” 2014/15 ausgezeichnet wurde.

info@kmu-hofmann.de| www.kmu-hofmann.de | Kontaktformular

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