Unter der Federführung des Sozialministeriums Baden-Württemberg wird derzeit eine „Engagementstrategie Baden-Württemberg entwickelt.“ Bei dem Dialogforum CSR trafen sich am 18. Juni Unternehmen im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen in Stuttgart – zum Erfahrungsaustausch für eine Kabinettsvorlage.
Hintergrund der Überlegung war einerseits der Eindruck, dass das Bürgerschaftliche Engagement in Baden-Württemberg neuer Impulse bedarf. Zum anderen soll zusätzliches Engagementpotenzial aktiviert werden.
Aufgrund der heterogenen Gruppe von Teilnehmern, mittelständischen Unternehmen wie der Marketingagentur KMU-Hofmann aus Filderstadt oder Bankwitz Architekten in Kirchheim bis hin zu weltweit agierenden Softwareunternehmen wie SAP und HP, Vertreter der IHK und Handwerkskammer, kam es zu einem regen Erfahrungs- und Gedankenaustausch im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Neuen Schloss in Stuttgart. Als Kommunikationsform wurde von den Verantwortlichen das World Café gewählt, was bei den Teilnehmern großen Anklang fand. Nach einer kurzen Einführung durch Rainer Nübel und dem Fachberater Bürgerschaftliches Engagement Martin Müller verteilten sich die Anwesenden in die Gruppen und teilten ihre praktische Expertise im Bereich CSR mit, um dies in die Handlungsempfehlung der FETs (Forschungs- und Entwicklungsteams) für die Kabinettsvorlage mit einfließen zu lassen.

Folgende Leitfragen wurden von den Teilnehmern bearbeitet:
Welche Kriterien sind entscheidend, damit unternehmerisches gesellschaftliches Engagement erfolgreich funktioniert? Wo liegen aus Sicht der Teilnehmer Hemmnisse für mehr unternehmerisches gesellschaftliches Engagement?
An CSR führt langfristig kein Weg vorbei
Erfolgsfaktoren für unternehmerisches gesellschaftliches Engagement, so waren sich die teilnehmenden Unternehmen einig, sind neben der Verankerung von CSR im Leitbild des Unternehmens auch eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten. „Die Mitarbeiter müssen mitgenommen werden, interne Kommunikation ist da entscheidend“, so ein Teilnehmer. Eine weitere Teilnehmerin ergänzt: „Im besten Fall könne dadurch eine Art Vorbildcharakter einzelner entstehen, die im Stande sind, Kolleginnen und Kollegen mitzureißen.“
Während bei den Erfolgsfaktoren noch überwiegend Konsens herrschte, gingen die Reaktionen bei der Frage nach der konkreten Umsetzung von CSR-Maßnahmen in den eigenen Unternehmen stark auseinander. Einige Unternehmen, nehmen diese Verantwortung sehr ernst und machten sie zur Chefsache. Andere beklagten jedoch einen Mangel an Zeit, Geld, Personal oder einer Mischung dieser Faktoren um eine CSR-Strategie umzusetzen, sodass tendenziell vereinzelt Aktionen gestartet werden, jedoch ohne strategischen Hintergrund sondern im Gegenteil, wenn spontan eine Idee entsteht und Kapazitäten frei sind.
Hemmnisse für mehr unternehmerisches gesellschaftliches Engagement traten jedoch bei aller lösungsorientierten Arbeit ebenfalls auf. Katja Hofmann, Geschäftsführerin der KMU beschreibt die Herausforderung, die sie im Alltag feststellt: „Einmal festgelegt auf CSR besteht bei unerfahrenen Unternehmen die Angst, sich nicht mehr zurückziehen zu können aus dem „Sozialen-Sektor“ ohne massive Image-Verluste hinnehmen zu müssen. Zudem wissen diese Unternehmen oft nicht, wo sie bei CSR anfangen sollen. Sie wollen keine Erwartungen wecken in ihrem Umfeld, die sie befürchten, nicht erfüllen zu können.“
Indirekter Nutzen überwiegt direkte Kosten
Der Begriff Corporate Social Responsibility ist nicht direkt aus dem Englischen zu übersetzen. Dadurch ist er insbesondere Kleinunternehmen, die ihren Tätigkeitsbereich nur lokal halten schwer vermittelbar.
Da der Nutzen einer CSR-Strategie nicht unmittelbar messbar ist, werden von den Entscheidern zunächst oft nur die entstehenden Kosten gesehen. Die Kompensation der CSR Aktivität kann jedoch in positive Effekte aufgeteilt werden: Stichwort Personal: motivierte Arbeitnehmer entscheiden sich für das eigene Unternehmen und steigern somit mittel- und langfristig die Produktivität des eigenen Betriebs aufgrund einer intrinsischen Motivation und Identifikation mit den Unternehmenswerten. Stichwort Marketing: Kunden können sich mit der nachhaltigen Unternehmensausrichtung identifizieren, im Zweifelsfall entscheiden sie sich bei Auftragsvergabe für das Unternehmen, das eine CSR-Strategie verfolgt.

Thomas C. Walter und Katja Hofmann von KMU haben viel praktische Expertise im Bereich CSR
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Dialogforum CSR ein voller Erfolg war. Die staatlichen Institutionen zeigten sich offen für Anregungen aus der Wirtschaft und die Unternehmen ergriffen die ausgestreckte Hand. Die KMU aus Filderstadt verschaffte Interessierten die Möglichkeit via Interaktion über Facebook direkt ihre Ideen über die Anwesenden Katja Hofmann und Thomas C. Walter einfließen zu lassen, was vielerorts als innovativ wahrgenommen wurde.
Im CSR Dialogforum haben die Teilnehmer aus der Wirtschaft ihre praktische Expertise im Bereich CSR (Corporate Social Responsibiliy) eingebracht. Bis Ende 2013 sollen die Abschlussempfehlungen der FET Eingang in eine Kabinettsvorlage finden und vom Ministerrat beschlossen werden um das verantwortungsbewusste wirtschaften zu stärken, getreu dem Motto: „Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Allgemeinwohl.“
Weitere Informationen: KMU-kreative Marketingunterstützung erstellt ganzheitliche Marketing- und Kommunikationskonzepte für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs).
Katja Hofmann ist Marketingexpertin. Sie schreibt Bücher, entwickelt Seminare und ist gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung.
KMU wurde 2010, 2011, 2012, 2013 bei LEA-Mittelstandspreis als “sozial engagiertes Unternehmen” ausgezeichnet und sind Preisträger beim Mittelstandsprogramm “Erfolg durch Innovation”.
info@kmu-hofmann.de| www.kmu-hofmann.de | Kontaktformular»
KMU-kreative Marketingunterstützung
Katja Hofmann
Mühlwiesenstraße 13, 70794 Filderstadt
Tel. 07158-9134922, presse@kmu-hofmann.de
Expertin für sinnstiftendes Marketing