Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
Kennt ihr den Satz: „Das haben wir schon immer so gemacht“?
Dieser Satz ist der Tod jeglicher Innovation. Ihr lieben Unternehmer, nur weil ihr etwas schon immer so gemacht habt, heißt das nicht, dass es auch in Zukunft noch so funktioniert!
Gerade junge Berufseinsteiger rollen die Augen, wenn sie nach einem Vorschlag über eine Prozessoptimierung, im Meeting auf Granit stoßen.
Ist aber auch ärgerlich: Da macht man sich schon einmal die Mühe, ganz genau hinzusehen und entdeckt tatsächlich einen Ablauf im Unternehmen oder ein veraltetes Instrument, welches ohne großen Aufwand auf den neusten Stand gebracht werden könnte. Man weiß ja in der Regel von vorneherein, wenn der Chef traditionell angehaucht ist und erarbeitet sich deshalb extra den perfekten Strategieplan mit Top-Argumenten um ihn von der Notwendigkeit einer Änderung zu überzeugen. Und was passiert? Nichts. Wenn es richtig gut läuft, wird man auch noch belehrt, dass man als Sprössling in der Branche doch einfach auf die Erfahrung der anderen vertrauen soll.
Tja, wenn man jegliche Innovation im Keim ersticken will und Mitarbeiter zu fleißigen Herdetieren ohne eigenen Kopf programmieren will, dann herzlichen Glückwunsch- Sie haben es geschafft!
Doch eines ist Fakt: Wir können es uns nicht mehr leisten stehen zu bleiben, wenn sich alles um uns herum bewegt.
Und jetzt möchte ich noch einen wichtigen Tipp geben: Mitarbeiter sind die beste Quelle für Innovationen!
Wir haben vor einiger Zeit schon einmal darüber berichtet, wie wichtig der Umgang mit den Mitarbeitern für den Erfolg eines Unternehmens ist.
Hier geht’s zum Blogbericht: „Mitarbeiter sind die wirkungsvollsten Marketingbotschafter“
Nun möchten wir einige Ideen und Tipps vorstellen, wie man die Potenziale seiner Mitarbeiter optimal nutzt:
Den Mitarbeitern zeigen, wie wichtig sie für das Unternehmen sind
Wer Wertschätzung entgegenbringt, wird auch Wertschätzung zurückerhalten.
Um die Interessen der Mitarbeiter zu unterstützen, könnte man zum Beispiel einen Tag einführen, an dem die Mitarbeiter ihre bezahlte Arbeitszeit damit verbringen, sich für ein soziales Projekt ihrer Wahl einzusetzen. Hier kommen tolle Projekte zustande, wenn man den Mitarbeitern freie Hand lässt! Vielleicht gibt es einen Vater, der in der Kita seines Kindes eine neue Schaukel aufbaut, jemand, der sich gerne für das örtliche Tierheim einsetzen will, aus dem er seine Katze hat oder dem Verein helfen möchte, in dem er Fußball spielt?!
Dieser Tag für soziale Projekte stärkt nicht nur die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sondern ist auch ein tolles soziales Engagement, über welches man berichten kann.
Mit den richtigen Menschen zusammenarbeiten
Viele Arbeitgeber meckern über die Trägheit und den fehlenden Innovationsgeist ihrer Angestellten. Aber es ist doch logisch: Wenn ich meine Mitarbeiter nicht so aussuche, dass er zum Unternehmen und die Werte für die es steht, passt, werde ich auch nie mit seiner Arbeit zufrieden sein, weil es der Mitarbeiter selbst auch nicht ist.
Dafür ist unabdingbar, dass man ein aussagekräftiges Unternehmensleitbild entwickelt, welches Bewerber anlockt, die auch zum Unternehmen passen.
Platz für Kreativität schaffen
Jeder kennt das bestimmt: Man versinkt im Arbeitsalltag und für Ideenentwicklung bleibt einfach keine Zeit. Hier sollte Freiraum geschaffen werden. Vielleicht ein Pausenraum welcher zu kreativem Denken anregt oder jährliche Workshops und Seminare über Kreativitätstechniken?
Anreize für innovatives Denken bieten
Wer dem Unternehmen mit seiner Idee weiterhilft, sollte auch belohnt werden. Warum stellt nicht jeder Mitarbeiter in einem monatlichem Meeting seine Ideen vor, die er gesammelt hat? Am Ende des Jahres werden die besten Ideen die umgesetzt wurden vorgestellt, und Preise an die Mitarbeiter vergeben.
Aber bitte keine Bratpfannen und Rucksäcke!
Den Zusammenhalt stärken
Betriebsausflüge stärken den Zusammenhalt im Unternehmen und fördern ein positives Arbeitsklima, in dem sich Ideen entwickeln können. Hier gibt es tausende Möglichkeiten für lohnenswerte Ausflüge: Krimidinner, Klettergarten, Kanutouren,…
Der Gründer und Präsident der chinesischen Firma China Tien Group, schickte erst neulich 6400 Mitarbeiter auf einen gemeinsamen Luxusurlaub nach Frankreich. 33 Millionen Euro hat er für den Urlaub seiner Mitarbeiter ausgegeben – Wenn das nicht mal ein Betriebsausflug der Extraklasse ist!
Und das Wichtigste: Keine Angst vor Veränderung!
Ein junger Berufseinsteiger, der gerade eine tolle Idee vorstellt, hat keineswegs das Ziel, die Kompetenz des Chefs in Frage zu stellen. Alte Muster müssen aufgebrochen werden- und hier darf man keine Angst vor Kritik haben oder sich angegriffen fühlen. Konstruktive Vorschläge sind keine Anklage gegen das Unternehmen, sie helfen lediglich dabei, den Erfolg weiterhin zu bewahren.
Unser Fazit:
Es gibt viele einfache und kostengünstige Methoden, um die Mitarbeiter zu mehr Kreativität anzuregen. Manche Chefs würden staunen, wenn sie wüssten, zu was ihre Mitarbeiter alles fähig sind! Es wird Zeit, dass die Angst vor Veränderung endlich abgeworfen wird. Denn: „ Innovationen sind kein Luxus.“
PS.: Im neuen Wirtschaftsbuch von Katja Hofmann gibt es weitere Tipps und Anregungen zu diesem Thema. Hier sichern Sie sich Ihre kostenlose Leseprobe.
Somit: Sei wer du bist, sei erfolgreich und gestalte dein Leben immer noch etwas besser.
Euer KMU-Team
Katja Hofmann
Die nächsten öffentlichen Auftritte von Katja Hofmann: 
18. September 2015 in Wien Vortrag: “Erfolg mit Ihrem guten Namen” job and career for women 2015, Karriere- und Weiterbildungsmesse Wien
26. September 2015 in Rottweil Workshop: “Marketing mit kleinem Budget” Women in Business Kongress Rottweil… Weitere Vortragstermine
Weitere Informationen:
KMU- Konzepte mit Unternehmenserfolg, Katja Hofmann Marketingexpertin aus Stuttgart. Sie schreibt Bücher, entwickelt Seminare und ist gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung. Der SWR bezeichnet sie als Expertin für sinnstiftendes Marketing. Die KMU-Hofmann ist der einzige auf Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) spezialisierter Mittelstandsbetrieb in Deutschland, der mit dem Siegel “Top Consultant” 2014/15 ausgezeichnet wurde.
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Expertin für sinnstiftendes Marketing
… ich arbeite daran, dass auch ich noch erleben darf (Jg. 1953), wie in den Führungsetagen kreative Möglichkeiten zur Potentialentfaltung ihrer Mitarbeiter entdeckt und umgesetzt werden. Wenn ich meine Mitarbeiter (sei die Anzahl auch gering, der wirtschaftliche Schaden ist groß: er potenziert sich durch die Wirkung auf Teams), die, wodurch auch immer, nicht ihr volles Potential leben/entwickeln können, demotiviere, dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder wird aus einem Adler eine Ente (so sagt es Bodo Schäfer) oder ein HPE nach dem anderen wechselt zum attraktiveren Arbeitgeber. Und der bedankt sich noch nicht mal für die Ausbildung dieses HPE! Wie undankbar! Im Dezember bin ich mit meiner Ausbildung fertig und dann kann HR die HPE schon bei den Vorstellungsgesprächen identifizieren und ihre eigenen Mitarbeiter in HPTs zusammenstellen. Das bedeutet nicht nur wirtschaftliches Wachstum, sondern dahinter steckt Evolution!