Liebe Blogleserinnen und Blogleser,
endlich ist der Sommer da – die Temperaturen in Deutschland schossen die letzten Tage ganz plötzlich in die Höhe und ich musste feststellen, dass meine Dachgeschosswohnung, in die ich vor kurzem eingezogen bin, Temperaturen annehmen kann, die denen einer Sauna ähneln. So kann ich bestimmt nicht konzentriert arbeiten, ein Ventilator muss also her – und das so schnell wie möglich!
Erste Anlaufstelle? Amazon. Kundenrezessionen sind in meinen Augen immer noch der beste Anhaltspunkt, um die Qualität eines Produktes einzuschätzen und als Studentin erhalte ich meine Bestellung über Prime und der dringend benötigte Stromschlucker ist schon morgen da.
Also öffne ich mein beliebtes Shoppingportal und was springt mir da ins Auge? Lauter Anzeigen von Pumps! Schuhe?? Ich kaufe nie Schuhe übers Internet und deshalb fällt mir diese personalisierte Werbeanzeige auch direkt auf. Wo sind die so gewohnten Anzeigen von Filmen und CDs, die mir sonst immer von Amazon vorgeschlagen werden? Klare Sache- Eine Freundin, die ganz offensichtlich ein Paar neue Schuhe zum Ausgehen benötigt, muss wohl vor kurzem meinen Laptop benutzt haben.
Erschreckend, wie schnell ich mich an „mein ganz persönliches Internet“ gewöhnt habe.
Kaum eine Werbeanzeige auf Amazon, Google, YouTube oder Facebook entspricht nicht meinen persönlichen Interessen. Wie durchschaubar wir Menschen doch in der eigentlich so anonymen Welt des Internets sind!
Plötzlich fange ich an zu grübeln: habe ich jemals ein bestimmtes Produkt gekauft, weil es mir in Google und Co. angezeigt wurde? Ich glaube kaum. Ich kaufe das, was ich gerade brauche oder möchte und nicht das, was ich in der Werbung sehe. Dieser Gedanke macht mich ein wenig stolz- ganz so manipulierbar bin ich wohl nicht. Der Informationsfluss der täglich auf mich einprasselt, reicht meiner Meinung nach vollkommen aus, und deshalb entscheide ich mich dazu, der personalisierten Werbung endlich ein Ende zu setzen.
Ad-Tracking ist längst kein neues Thema mehr für uns. Dennoch gibt es ständig neue Schlagzeilen und die Aufschreie nach mehr Anonymität im World Wide Web werden immer lauter. Ich möchte euch heute zeigen, wie man seine Privatsphäre ein wenig besser schützen kann.
Der Super-Daten-Klau – Was steckt dahinter?
Dass Google Unmengen von Daten über seine Nutzer sammelt, ist bereits bekannt. Diese werden dann an Unternehmen weiterverkauft und dort zu personalisierten Anzeigen verarbeitet.
Die Macht des Unternehmens ist enorm, und überall in der Welt gibt es Aufschreie, man müsse den Giganten dringend bändigen.
Es gibt sogar Anti-Google-Kampagnen – In einer von ihnen ist der Springer-Chef Mathias Döpfner, der sich dagegen wehren möchte, dass Medieninhalte kostenlos über die Suchmaschine zur Verfügung stehen.
Doch wie ist das mit Facebook?
Das Unternehmen ist weit mehr als ein soziales Netzwerk, und beim Daten sammeln mischt es ganz klar an vorderster Front mit. Durch den Aufkauf des Messengers Whatsapp, hat Facebook nun auch Zugriff auf die Mobilfunknummern und die Datenwelten, die sich hinter diesen verbergen. Ein Vorteil für die Unternehmen ist, dass die Nutzerdaten von Facebook weitaus weniger anonym sind, als die von Google – Das macht die Analyse der Daten einfacher.
Welche Möglichkeiten habe ich als Verbraucher, um mich der Sache zu entziehen?
Man kann natürlich denselben Weg wie der Datenschutz-Aktivist Max Schrems gehen und mal eben kurz eine Klage beim Europäischen Gerichtshof gegen Facebook einreichen. Für uns Normalos, die nicht unbedingt den Drang verspüren, gleich einen Prozess anzuzetteln, gibt es ein paar einfache Instrumente, auf die man zurückgreifen kann. Die Stuttgarter Zeitung hat einige davon vor kurzem vorgestellt. Ich möchte euch hier nochmal ein paar Möglichkeiten zusammenfassen:
Auf dem persönlichen Google-Account kann man unter dem Button „Persönliche Daten und Privatsphäre“ und dort unter „Einstellungen für Werbung“, in Erfahrung bringen, was Google alles über einen weiß. Wenn man hier „Interessenbezogene Werbung auf Google“ und „Interessenbezogene Google-Anzeigen im Web“ deaktiviert, erhält man fortan keine personalisierten Werbeanzeigen mehr.
Amazon
Bei Amazon findet man unter „Mein Konto“ die Einstellungen zum „personalisierten Inhalt“ Wenn man den Button „personalisierte Werbung“ auswählt, kann man hier die Option „Von Amazon gezeigt Werbung für diesen Internet-Browser nicht personalisieren“ auswählen.
Firefox
Bei den neuen Firefox Browsern kann man unter „Einstellungen“ -> „Datenschutz“ den Button „Webseiten mitteilen, meine Aktivitäten nicht zu verfolgen“ auswählen. Hier können die Betreiber allerdings selbst wählen, ob sie sich an die Angaben halten.
Adblocker
Man hat natürlich auch die Möglichkeit, sich einen Adblocker herunterzuladen, um von den Werbeanzeigen verschont zu bleiben. Das ist vor allem praktisch, wenn man sich öfter Videos im Internet anguckt. Leider spielen viele Player ein Video aber erst gar nicht ab, wenn man einen Adblocker aktiviert hat. Desweiteren verdient das Unternehmen, das hinter den Adblocks steht, sein Geld damit, dass sich Firmen von den Adblockern freikaufen können.
Mein Fazit:
Ad-Tracking ist ein umstrittenes Thema. Eigentlich kann es einem ja egal sein, was Google, Facebook und Co. alles über einen weiß. Schließlich ist es ja nicht unbedingt negativ, in seiner Timeline auch nur die Inhalte zu sehen, für die man sich – zumindest laut Algorithmus- interessiert. Dennoch fühlen sich viele unwohl bei dem Gedanken, dass so viele Daten über einen gesammelt werden.
Ganz entziehen können wir uns dem Ganzen nicht, es gehört eben dazu, wenn man Teil des World Wide Webs sein möchte. Doch wie ihr seht, gibt es einige Möglichkeiten, um bestimmte Zugriffe zumindest zu begrenzen.
Somit: Sei wer du bist, sei erfolgreich und gestalte dein Leben immer noch etwas besser.
Euer KMU-Te
am,
Kim Hofmann
duale Studentin BWL-Medien und Kommunikation
Die nächsten öffentlichen Auftritte von Katja Hofmann:
19. Juni 2015 in Echterdingen Seminar: “Telefontraining für Auszubildende” BDS (Bund der Selbständigen) Kreisverband Esslingen, Kreissparkasse Leinfelden-Echterdingen
18. September 2015 in Wien Vortrag: “Erfolg mit Ihrem guten Namen” job and career for women 2015, Karriere- und Weiterbildungsmesse Wien
26. September 2015 in Rottweil Workshop: “Marketing mit kleinem Budget” Women in Business Kongress Rottweil… Weitere Vortragstermine
Weitere Informationen:
KMU- die Agentur für sinnstiftendes Marketing aus Stuttgart. Katja Hofmann ist Bestsellerautorin, gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der SWR bezeichnet sie als Expertin für sinnstiftendes Marketing. Die KMU-Hofmann ist der einzige auf Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) spezialisierter Mittelstandsbetrieb in Deutschland, der mit dem Siegel “Top Consultant” 2014/15 ausgezeichnet wurde.
info@kmu-hofmann.de| www.kmu-hofmann.de | Kontaktformular
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Foto: Pixabay robot-507811_1280.jpg

Expertin für sinnstiftendes Marketing