Liebe Blogleserinnen,
lieber Blogleser,
Das Ziel besteht darin, durch die Nutzung verschiedener Kommunikationsaktivitäten Synergieeffekte zu erzeugen. Hans Raffée, ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Marketing-Experte, nennt als Ziele der integrierten Marketing-Kommunikation:
- Differenzierung und Profilierung am Markt;
- Schaffung von Identifikationspotenzialen auch bei den Mitarbeitern;
- Schaffung von Akzeptanz, Mobilisierung von Kooperationspotenzialen bei unternehmensexternen und -internen Zielgruppen, auch im gesellschaftlichen Umfeld.Durch hohe Streuverluste und weitgehende Ähnlichkeit bei den Werbemitteln und Botschaften stehen wir als Unternehmen vor einer Herausforderung. Welche Kommunikationsform setzen wir ein, damit wir eine zielgerichtete Ansprache haben?Sponsoring ist ein idealer Weg, um mit Emotionen und Glaubwürdigkeit Zielgruppen zu erreichen. Investieren Sie Ihre geballte Kreativität in »Ihr Erfolgsrezept« und folgen Sie Philip Rosenthal, dem deutschen Unternehmer, der sagte: »Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.«
Diese Philosophie auf die Gestaltung Ihres Marketings zu übertragen bedeutet:
- Gutes zu tun und Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen;
- darüber zu reden und das Image des Unternehmens durch Werte aus dem Sponsoring anzureichern;
- »Sinn-voll« zu arbeiten und damit Mitarbeiter zu motivieren;
- Bekanntheit zu erhöhen und Kunden anzuziehen.Nicht die Höhe des Budgets bestimmt über den Erfolg des Marketings, sondern die Idee. Neue kreative Wege zu finden, ist das Ziel.
Mut zu neuen Ideen
Unser Kunde aus Elastomerbereich hat vor zehn Jahren das mittelständische Unternehmen übernommen, mit Maschinen, Mitarbeitern und einem großen und treuen Kundenstamm. Es war wie im Schlaraffenland, die Kunden bestellten von selbst, man muss- te nur ans Telefon gehen oder die E-Mails mit den Bestellungen abfragen. Das Unternehmen genoss schließlich einen guten Ruf. Die Bank servierte ihre Kreditangebote auf dem Silbertablett. Namhafte Kunden aus ganz Deutschland reihten sich auf der Kundenliste.
Dann kam für den Unternehmer der Einbruch in der Automobilindustrie und die ersten Kunden fielen weg oder bestellten drastisch weniger. Und als zweite Veränderung kam der Wettbewerb mit großen Schritten. Der technische Vorsprung wurde von der Konkurrenz eingeholt, die schneller und flexibler liefern konnte – und somit liefen viele weitere Kunden weg. Mittlerweile überstiegen die Lohn- und Maschinenkosten die Einnahmen. Löhne wurden unregelmäßig gezahlt und bei einigen Lieferanten durfte nur noch auf Vorkasse eingekauft werden.
Der Unternehmer macht einfach weiter wie in den Vorjahren und bekniete seine Lieferanten und Mitarbeiter trotz fehlender oder unregelmäßiger Zahlung weiter zu arbeiten. Die Möglichkeit, jetzt neue Wege einzuschlagen, ließ er ungenutzt verstreichen. Es gab keine Neukundengewinnung, kein Marketing und keine gezielte Unternehmenspositionierung – es gab nur das Festhalten am Alten. Die Auswirkungen der verpassten Chance zur Entwicklung bekamen er und seine Mitarbeiter zu spüren, als die Insolvenz drohte.
Jetzt sollte die Chance auf etwas Neues genutzt werden. Nach dem Motto: »Probieren Sie es Frau Hofmann, wir haben keine Alternative«, engagierte er mich, nicht weil er überzeugt war, dass die Umstellung seines Marketings ihn wieder in schwarze Zahlen führen könnte. Sondern weil er mich empfohlen bekommen hatte und er einfach neue Wege gehen musste.
Was ihm fehlte, war höhere Bekanntheit, denn er musste neue Kunden gewinnen. Wir erarbeiteten eine klare Positionierung – wer er war, was die Kunden von ihm erwarten konnten und wieso er nicht derjenige mit den Niedrigpreisen war.
Nach mehreren Gesprächen mit ihm und mit den Mitarbeitern war die Strategie klar. Als ich ihm das Konzept vorlegte, schaute er mich mit müden Augen an und sagte: »Wir haben nichts mehr zu verlieren, machen Sie mal.« Er glaubte nicht, dass das, was ich vorhatte, schnell den benötigten Erfolg bringen würde. Doch er hatte seine Mitarbeiter völlig unterschätzt. Die Ideen und Energie seiner Mitarbeiter führten dazu, dass nach vier Monaten die drohende Insolvenz abgewendet war, die Bank völlig überrascht und voll des Lobes für das auch finanziell sichtbare Ergebnis war.
- Boeing hat es mit der Gründung der »Ideen-Guerilla« erfolgreich vorgemacht: Ihre Aufgabe war es, Lösungen zu finden, um die Kosten für den Flugzeugbau zu senken. Es gab für diese Ideen-Guerilla kein Budget. Trotzdem oder gerade deshalb kamen die Ingenieure auf ungewöhnliche Lösungen: So wurden Flugzeugsitze ab dem Jahr 2001 mit einem Heuladegerät eingebaut – es war billiger und besser. Nur hatte vorher niemand auf einem Bauernhof nach einer Lösung gesucht.
»Der Kunde vergleicht uns mit der Konkurrenz und stuft uns entweder als besser oder schlechter ein. Das geht nicht sehr wissenschaftlich vor sich, ist jedoch verheerend für den, der dabei schlechter abschneidet.« Dieses Zitat stammt von Jack Welch, ehemaliger CEO von General Electric.
Um seine Aussage nachzuprüfen, lade ich Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment ein:
Bitte stellen Sie sich das Unternehmen x und das Unternehmen xy vor. Unternehmen x hat ein größeres Leistungsangebot als Unternehmen xy. Bei beiden Unternehmen fragen Sie an und holen sich Angebote ein. Die Preise sind gleich. Wo kaufen Sie ein?
Sie entscheiden sich für x mit dem größeren Leistungsangebot? Logisch, ergibt ja auch Sinn. Doch Sie könnten auch ganz anders entscheiden – und das passiert häufig in der Praxis. Wieso? Firma xy hat sich und das geringere Leistungsangebot in ein so gutes Licht gerückt, dass Sie als Kunde es so positiv wahrgenommen haben und dort kaufen.
Fazit dieses Gedankenexperimentes ist: Es geht nicht allein darum, die Leistungsfähigkeit Ihres Unternehmens zu verbessern, sondern Ihre Unternehmenskommunikation im Innen und Außen darauf auszurichten, damit dies auch Ihre Kundenzielgruppe weiß. Diese Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden können Sie auf unterschiedliche Weise gewinnen. Sponsoring ist eine sehr sympathische Form, um sich in dem Bewusstsein zu verankern. Dabei wird es maßgeblich auf Ihre Kreativität beziehungsweise die Ideen Ihrer Mitarbeiter oder Berater ankommen.
Erfolgreich sein bedeutet in erster Linie, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, einen Sinn und Freude in der Arbeit zu haben.
Erfolgreicher durch eine klare Unternehmenspositionierung und deren Vermarktung. Der Schlüssel zur Erreichung dieser Aufgaben sind motivierte und qualifizierte Mitarbeiter – allem voran aber die zielgerichtete gute Führung, die ein motiviertes, positives Klima schafft und es gerade in schwierigen Zeiten versteht, die richtigen Strategien einzusetzen.
Unser Fazit:
Im Leben haben wir immer wieder gute und schlechte Zeiten, wir müssen in den schwachen Zeiten daran glauben, dass wieder starke kommen. Es geht darum, dass wir notwendigen Schritte jetzt anpacken.
Somit: Sei wer du bist, sei erfolgreich und gestalte dein Leben immer noch etwas besser.
Euer KMU Team
Katja Hofmann
Die nächsten öffentlichen Auftritte von Katja Hofmann:
24.04.15 Aschaffenburg – Seminar: sinnstiftendes Marketing IHK Aschaffenburg
08.05.15 Geldern – Vortrag: Unternehmerinnen Forum Niederrhein Vortrag „Auf die Märkte fertig-los!“- See Park Hotel Geldern
Weitere Vortragstermine
Weitere Informationen: KMU- Konzepte mit Unternehmenserfolg, Katja Hofmann Marketingexpertin aus Stuttgart. Sie schreibt Bücher, entwickelt Seminare und ist gefragte Referentin für Zukunfts- und Unternehmensentwicklung. Der SWR bezeichnet sie als Expertin für sinnstiftendes Marketing. Die KMU-Hofmann ist der einzige auf Corporate Social Responsibility (unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) spezialisierter Mittelstandsbetrieb in Deutschland, der mit dem Siegel “Top Consultant” 2014/15 ausgezeichnet wurde.
info@kmu-hofmann.de| www.kmu-hofmann.de | Kontaktformular
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Foto: Pixabay.com, berlin-696562_1280.jpg


Expertin für sinnstiftendes Marketing